Jeffrey (Jeff) Wayne (1. Juli 1943) ist ein Musiker/Sänger, der vor allem für seine musikalische Umsetzung von The War of the Worlds von H.G. Wells bekannt ist. Er hat auch Werbejingles geschrieben, die im Vereinigten Königreich ausgestrahlt wurden. Wayne wurde in Queens, New York, geboren. Sein Vater, Jerry Wayne, war Schauspieler, Sänger und Theaterproduzent. Er hatte großen Einfluss auf seinen Sohn, so entwickelte Wayne durch seinen Vater seine Liebe zur Musik, seine Liebe zum Tennis und wurde durch ihn mit dem Buch The War of the Worlds von H.G. Wells vertraut gemacht. Wayne nahm klassischen und später Jazz-Klavierunterricht.
1977 begann Wayne mit War Of The Worlds. Ein Jahr später schloss er das prestigeträchtige Projekt ab. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Rock und klassischer Musik. Sechs Jahre lang stand das Album an der Spitze der Albumcharts in England. Auch die Singles des Albums waren erfolgreich: Die Single ‚Forever Autumn‘ erreichte schließlich Platz 22 in den Niederlanden und ‚The Eve Of The War‘ sogar Platz drei. Später produzierte er noch viele weitere Alben und die Musicalversion von Spartacus mit Anthony Hopkins und Catherine Zeta Jones. Anfang Juli 2009 führte Jeff Wayne die Musicalversion von War of the Worlds in der Heineken Music Hall in Amsterdam auf.
Sunday Morning Classic: The War of the Worlds
Am 27. September 2020 war Jeff Wayne zu Gast bei Sunday Morning Classic mit seinem The War of the Worlds. Zum Gedenken an meinen Jugendfreund Jeroen van Zuuren (13-10-1964 | 13-04-2014).
Stell dir vor, Columbia Records Mitte der 70er Jahre. Ein Mann, der vor allem für Werbejingles und das Schreiben leichter Pop-Hits bekannt ist, erscheint eines Tages im Büro und sagt, er wolle eine musikalische Version von HG Wells Science-Fiction-Klassiker War of the Worlds aufnehmen. Er will Top-Sessionmusiker, ein paar seiner Freunde aus dem Musiktheater, modische Rockstars, altmodische Rockstars, massive Orchester und eine unvorstellbare Menge Studiozeit einsetzen. Die Kosten dafür? Über 200.000 Pfund. Ach ja, und Richard Burton wird die Erzählung übernehmen.
Das vokale Talent von Richard Burton für die Erzählung von War of the Worlds zu engagieren, war Jeff Waynes erster genialer Einfall, da dies dem gesamten Projekt sofort eine gewichtige Integrität verlieh, die ihm sonst vielleicht gefehlt hätte. Waynes zweiter genialer Einfall war das Kaliber der Sessionmusiker, die er für das Album rekrutierte, allen voran Bassist Herbie Flowers (der Mann, der die Basslinie für ‚Walk On The Wild Side‘ schrieb) und Sessiongitarrist Chris Spedding, deren kombinierte musikalische Fähigkeiten dem Album ein solides musikalisches Rückgrat und ein Gefühl von Einheit gaben.
Klanglich ist The War Of The Worlds ein Wunder, und es ist klar, dass Wayne keine Angst hatte, ein Risiko einzugehen. Nach Burtons klassischem gesprochenem Intro erhebt sich ein massives Streichermotiv wie ein Monolith aus den Lautsprechern, nur um kurz darauf von einem Disco-Beat abgelöst zu werden, was den Opener zu einem der eindrucksvollsten groovigen Momente in der Geschichte der Popmusik macht. Ein großer Teil der ersten Platte wird von Herbie Flowers' düsteren, kriechenden Basslinien vorangetrieben, und Chris Speddings Gitarrenspiel ist überall vorbildlich. Die klanglichen Verbesserungen bei späteren Remasters des Originalalbums haben nur unterstrichen, wie massiv der Sound dieses Albums tatsächlich ist.
The War Of The Worlds ist gewaltig, erstaunlich ambitioniert und ein Projekt, das bei den Menschen Interesse weckt, es einmal auszuprobieren. Glücklicherweise für Wayne und Columbia verkaufte es sich weit über alle Erwartungen hinaus und bleibt ein Meilenstein im Progressive-Rock-Genre. Nichts hat jemals zuvor oder danach so geklungen wie dieses Album.
Foto von MartianMFM - Eigenes Werk Quelle: Jan Liebregts und Wikipedia
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