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Frank Sinatra

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Frank Sinatra

Ich wurde wahnsinnig davon! Sonntagnachmittag im Auto zu Oma mit der (einzigen) Kassette von Frank Sinatra. Mein Vater (22.09.1931 | 11.02.2023) war der größte Fan von The Voice und ich zu der Zeit von meinem Walkman. Ich konnte es nicht ertragen. Und dann kam die Wende... Ich war etwa 15 Jahre alt und kaufte für meinen Vater die Single "Empty Tables". Papa legte keine Platten auf (geschweige denn Singles) und so kam es, dass ich die Platte immer wieder abspielte. Ich begann nun auch, andere Musik von Sinatra zu hören und sogar zu kaufen. Den Großteil habe ich gehört und vieles besitze ich auch. Am 25. Dezember 2021 wurde meine Sinatra-Erfahrung während der Top2000 erwähnt: höre hier den Ausschnitt.

In den 80er Jahren gab er ein Konzert in den Niederlanden. Die Karten kosteten damals etwa 225 Gulden pro Stück, und das konnte Braun damals nicht stemmen. Leider habe ich Sinatra nie live sehen können.

In unserem Filmhuis konnte ich am 1. Dezember 2023 zusammen mit anderen Sinatra-Fans The Main Event genießen!

Frank Sinatra

Frank Sinatra, geboren in Hoboken (New Jersey), entschied sich Sänger zu werden, nachdem er Bing Crosby im Radio hörte. Er begann in kleinen Clubs in New Jersey und wurde so auf den Trompeter und Bandleader Harry James aufmerksam.

Nach einer kurzen Zeit bei James schloss er sich dem Tommy Dorsey Orchestra an, und nach seinem Debüt mit ihnen 1940 wurde er als Sänger berühmt. Er hatte eine große Anziehungskraft auf die Teenager jener Zeit (die sogenannten Bobby Soxers), die ein ganz neues Publikum für Popmusik waren. Diese Musik war bis dahin Erwachsenen vorbehalten, und Sinatra wurde so das erste Teenageridol.

Ende der 40er und Anfang der 50er Jahre ging es mit seiner Karriere bergab, doch er kehrte auf die Leinwand zurück mit dem Film From Here to Eternity. Danach trat er in vielen verschiedenen Filmen auf, besonders in The Man with the Golden Arm und The Manchurian Candidate.

In den 50er und 60er Jahren war Sinatra eine beliebte Attraktion in Las Vegas. Er war befreundet mit Dean Martin, Sammy Davis jr., Peter Lawford und Joey Bishop, und zusammen bildeten sie die Rat Pack – eine lose Gruppe von Musikern und Sängern, die Freunde waren und gemeinsam feierten. Zusammen mit anderen Rat Pack-Mitgliedern spielte er in mehreren Filmen mit, darunter Ocean's 11, Sergeants 3 und Robin and the 7 Hoods.

Während seiner gesamten Karriere wurde ihm vorgeworfen, Kontakte zur Mafia und zum kriminellen Milieu zu haben.

Seine Stimme ist sofort erkennbar und wird nicht nur in Bezug auf Kraft und Charisma beschrieben, sondern auch mit Nostalgie und Zärtlichkeit. Sinatra wird daher auch The Voice genannt. Oft wird er auch Ol' Blue Eyes genannt.

Sinatra war verheiratet mit Nancy Barbato (1939–1951), Ava Gardner (1951–1957), Mia Farrow (1966–1968) und Barbara Blakeley (1976–1998, bis zu seinem Tod). Mit Barbato (1917-2018) hatte er die Töchter Nancy und Tina sowie den Sohn Frank jr. (1944–2016).

Er starb 1998 im Alter von 82 Jahren an einem Herzinfarkt. Seine letzten Worte waren: "I'm losing", bezogen auf seinen Kampf ums Überleben. Sinatra ist auf dem Desert Memorial Park in Cathedral City, Palm Springs, Kalifornien, begraben. Auf seinem Grabstein steht der Text "The Best is Yet to Come".

Sunday Morning Classic

Am 11. August 2019 lag das Album "Sinatra Live at the Sands" bei uns auf dem Plattenteller während unserer Sunday Morning Classics.

Frank Sinatra veröffentlichte sein erstes Live-Album Sinatra At The Sands im Juli 1966. Die Aufnahmen fanden im Januar und Februar 1966 statt, als Sinatra zweimal täglich auftrat. Es ist eine perfekte Darstellung von Sinatra im Jahr 1966. Er war stimmlich auf dem Höhepunkt seiner Fähigkeiten und die Band swingte. Einige Darbietungen gehören sogar zu den besten, die er je aufgenommen hat.

Come Fly With Me, I’ve Got You Under My Skin, The Shadow Of Your Smile, aber auch die neuen The September Of My Years und It Was a Very Good Year zeigen Sinatras perfektes Timing und lassen hören, dass Sinatra die Zusammenarbeit mit Count Basie intensiv genießt. Auf dem Cover sieht er auch fantastisch aus, charismatisch, badend in ‚cool‘ und ‚in control‘.

Doch das Album birgt auch einen Elefanten im Raum, nämlich den Monolog, der „The Tea Break“ genannt wird. Es ist ein Intermezzo, in dem Sinatra eine Art Stand-up-Comedy versucht. An sich nicht allzu schlecht, aber es ist kein Komiker an Sinatra verloren gegangen.

Einige Witze sind jedoch geradezu rassistisch und geschmacklos. Das war auch die Kritik, die The Rat Pack zuvor erhalten hatte: frauenfeindlicher, diskriminierender Humor, der eher zeigte, dass Zivilisation nur eine dünne Lackschicht war. Doch das (weiße) Publikum genoss es, und Sinatra wusste das nur zu gut.

Rezension

Trotz des Monologs ist Sinatra At The Sands ein wunderschönes Zeitdokument von Frank Sinatra in den 60er Jahren.

Sinatra in Kombination mit Count Basie und Quincy Jones ist eine unaufhaltsame Naturgewalt, die einen intimen Einblick in die Unterhaltungswelt damals an genau diesem Ort in der amerikanischen Wüste gibt. Die manchmal atemberaubende Schönheit der Stücke und der Musik ist unglaublich und beeindruckend.

Von Jan Liebregts

Quelle: Wikipedia Foto: Gemeinfrei

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