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Fleetwood Mac

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Fleetwood Mac

Ich hatte das große Glück, Fleetwood Mac zweimal live zu sehen – in der Originalbesetzung, oder zumindest in der am längsten bestehenden Formation. Also mit Lindsey Buckingham und (einmal mit) Christine McVie. Sehr schade, dass Lindsey nicht mehr Teil von FWM ist. Zwei Gitarristen werden gebraucht, um ihn zu ersetzen. Das sagt doch einiges aus...

Fleetwood Mac

Fleetwood Mac ist eine britisch-amerikanische Band, die 1967 in London gegründet wurde. Die Band erlebte zwei relativ erfolgreiche Phasen, die durch die unterschiedlichen musikalischen Stile geprägt sind, die die Band in diesen Perioden hatte. In den ersten Jahren nach der Gründung durch Peter Green wurde vor allem Blues gespielt, und die ursprünglich britische Band hieß Peter Green's Fleetwood Mac.

Die Gruppe entwickelte sich nach den Anfangsjahren zu einer Popband mit ständig wechselnder Besetzung. Nach dem Weggang von Peter Green holten der Schlagzeuger Mick Fleetwood und der Bassist John McVie die Musikerin Christine Perfect sowie das amerikanische Duo Stevie Nicks und Lindsey Buckingham dazu. Mit dem Eintritt dieser Musiker wurde in der Zeit zwischen 1975 und 1987 ein stärker poporientierter Weg eingeschlagen. In dieser Zeit wurde das legendäre Album Rumours veröffentlicht, das noch immer als eines der meistverkauften Alben weltweit aller Zeiten gilt.

Der Bandname Fleetwood Mac stammt von einem Stück, das Green, Fleetwood und McVie bereits aufnahmen, als sie noch bei John Mayall spielten, ist aber eigentlich eine Zusammensetzung der Nachnamen von Mick Fleetwood und John M(a)cVie.

Am 9. April 2018 wurde bekannt, dass Lindsey Buckingham die Band verlässt, aus welchem Grund ist nicht bekannt. Lindsey Buckingham wurde durch Neil Finn (ehemals Crowded House) und Mike Campbell (von Tom Petty & the Heartbreakers) ersetzt.

Tod von Christine McVie

Am 30. November 2022 verstarb Christine McVie nach kurzer Krankheit. ‚Es gibt keine Worte, um unsere Trauer zu beschreiben‘, heißt es in der Mitteilung, die Fleetwood Mac in den sozialen Medien teilte. ‚Sie war wirklich einzigartig, besonders und außerordentlich talentiert. Sie war die beste Musikerin, die man in einer Band haben kann, und die beste Freundin, die man im Leben haben kann. Wir hatten so viel Glück, ein Leben mit ihr zu teilen.‘ McVie schrieb einige der bekanntesten Hits der Gruppe, wie Little Lies, Everywhere, Don’t Stop, Say You Love Me und Songbird.

Sunday Morning Classics: Rumours

Am 8. September 2019 lag Rumours bei uns während der Sunday Morning Classics auf dem Plattenteller.

Es wurden Unmengen Tinte verbraucht, um das elfte Studioalbum von Fleetwood Mac zu analysieren und zu interpretieren – und das zu Recht. Gerüchte verfolgen das fünftmeistverkaufte Album aller Zeiten, weil die Musik neben den gefüllten Melodien und bewährter Musikalität mit fast jedem resoniert, dessen Liebesaffären nicht mit einem glücklichen Sonnenuntergang endeten.

Es dient auch als typisches Beispiel dafür, wie Künstler Schmerz meisterhaft in unterhaltsame Kunst verwandeln können. Stell dir zum Beispiel vor, wie schwer es für Bassist John McVie war, ein Dutzend Takes des kecken Hits ‚You Make Loving Fun‘ zu spielen, ein Fackellied, in dem seine Ex-Frau (Keyboarderin Christine McVie) über ihren damaligen neuen Liebhaber sang, der zufällig auch der Lichttechniker der Band war.

Das Album festigt die brillante Nutzung von zwei weiblichen Hauptstimmen und männlichem Backgroundgesang vor einem klaren, instrumentalen Hintergrund, der sanft lyrisch und eindringlich werden kann, wenn das Material es verlangt. Viele der Songs handeln von der schmerzlichen Freiheit, von einem Partner getrennt zu sein, was eine Spiegelung der persönlichen Veränderungen zwischen den beiden Paaren im Quintett ist. Insgesamt ist der Ton des Albums ein trauriger Optimismus, der perfekt in Fleetwoods von englischem Folk beeinflussten Rock passt.

Die Aufnahmesessions wurden zusätzlich durch die zerfallende Beziehung von Lindsey Buckingham und Stevie Nicks erschwert, ein Drama, das den Text von ‚Go Your Own Way‘ befeuerte. Zwischenmenschliches Trauma durchdringt fast jeden Song auf Rumours, ebenso wie die Rückstände von enormen Mengen Kokain und Alkohol, die den zermürbenden, mehr als ein Jahr dauernden Aufnahme- und Produktionsprozess des Albums prägten.

Aber es war nicht alles nur Kummer und Elend. Das Album beginnt mit dem relativ heiteren ‚Second Hand News‘, und Nicks’ ‚Gold Dust Woman‘ zeigt sich von ihrer besten Seite mit einer ihrer eindringlichsten Charakterstudien. Und die Beiträge von Keyboarderin/Sängerin Christine McVie, vom bereits erwähnten ‚Don’t Stop‘ bis zum süßen, FM-radiotauglichen ‚You Make Lovin’ Fun‘, sind ebenso wertvolle und zeitlose Momente des Popglücks.

Rumours ist jedenfalls der ultimative Beweis, dass Fleetwood Mac in Bestform so viel mehr war als die Summe seiner Teile.

(Quelle: Jan Liebregts und Wikipedia)

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