Danny Vera, Künstlername von Danny Polfliet (Middelburg, 31. Mai 1977), ist ein niederländischer Sänger, Musiker und Songwriter. Seine Musik fällt unter die Kategorie Americana. 1999 gründete er seine erste Band, Till Dawn, mit der er 2000 den Zeeuwse Belofte (Große Preis der Niederlande) gewann. Vera gehörte in dieser Zeit auch zur allerersten Generation von Studenten der Rockacademie in Tilburg, ebenso wie seine Klassenkameradinnen Jacqueline Govaert und Floor Jansen. Mit Till Dawn folgten diverse Shows in ganz Niederlande. 2002 erhielt Vera einen Solovertrag bei Universal Music.
2003 erschien sein erstes Album For the Light in Your Eyes. Die Single "My Confession" (2003) erreichte Platz eins in der türkischen Hitparade. Wegen enttäuschender Ergebnisse des Albums stieg Universal Music 2004 aus. Vera schrieb weiter Songs und arbeitete in Eigenregie an einem neuen Album, Hold on a While, das 2005 erschien. An diesem Album arbeitete auch Hershel Yatovitz mit, der Gitarrist von Chris Isaak, der einen Track einspielte und einige produzierte. Das Album enthielt auch ein Duett mit Nancy Casteele, das später in einer Version mit Sängerin Maud Mulder aufgeführt wurde. Im April 2009 zog Vera in die Hilltop Studios in Nashville, Tennessee, um sein viertes Album Pink Flamingo aufzunehmen. Dort arbeitete er mit Sessionmusikern unter anderem von Garth Brooks und Toto an einem Sound, der von großen amerikanischen Produktionen bekannt ist. Der Aufnahmeprozess wurde dokumentiert und als DVD beigelegt.
2019 landete der Song 'Roller Coaster' von seinem Album 'Pressure makes Diamonds Part II' in den Hitparaden. In der Single Top 100 erreichte er mit diesem Song seinen fünften Hit. Nach einem zögerlichen Start entwickelte sich der Song zu einem großen Hit. Erst in der 38. Woche stieg er auf seine höchste Platzierung: Platz 8. In der Top 40 war er 27 Wochen gelistet, ohne die Top 20 zu erreichen. Ende 2019 erwies er sich als sehr erfolgreich in Allzeit-Listen wie der Evergreen Top 1000 von Radio 5 (Nr. 16) und der Top 4000 von Radio 10 (Nr. 8). In der Top 2000 von NPO Radio 2 2019 war es der höchste Neueinsteiger aller Zeiten auf Platz 4. Anschließend erreichte Danny mit seinem Roller Coaster 2020 Platz 1 in der Top 2000 und verdrängte damit Queen mit Bohemian Rhapsody von der Spitze!
Auf dem Plattenteller bei Danny Vera
Sänger Danny Vera, der frischgebackene Nummer-1-Künstler der Top 2000, spricht mit Bart Arens über eine für ihn besondere Platte aus der Liste: That’s Life von Frank Sinatra. Dieses Lied gab ihm Halt nach dem Tod seines Vaters. "Dieses Lied hat mir durch Zeiten geholfen, in denen ich dachte: Ich könnte einen Aufmunterer gebrauchen", erzählt Vera. "Es war mein Kampf-Lied."
Sieh dir hier den Beitrag über That's Life bei der Pick-Up-Tour an.
Sunday Morning Classic: The Year Of The Snake
Am 13. Dezember 2020 war Danny unser Sunday Morning Classic mit dem Album The Year Of The Snake
Warum ein Album in zwei Teilen? Weil du nicht auf der linken Spur mit schönen Up-Tempo-Songs fahren willst und dann von einer Ballade dazwischen gestört wirst.
Damit hat Danny Vera sicher recht. ‘Pressure Makes Diamonds 1’ enthält ausschließlich die Up-Tempo-Songs, und Teil zwei die Balladen.
The Year Of The Snake ist eine direkte Anspielung auf sein Geburtsjahr 1977, das Jahr der Schlange.
Es beginnt mit einem bedrohlichen Gitarrenton, verursacht durch den typischen Einsatz des Tremolos. In Kombination mit dem charakteristischen Stimmklang von Vera sorgt das für einen Country-Sound. Er wird von der amerikanischen Sängerin Michelle David begleitet.
Der zweite Song Fallen King ist ein echtes Americana-Stück, komplett mit Bläsern. Tatsächlich ein schöner Up-Tempo-Song, der von einem verlorenen Kampf erzählt, einem gefallenen König und für wen oder was wir eigentlich kämpften. Ein Song, der gut zur heutigen Zeit passt, könnte man sagen. Bei Stars Align hält Danny dieses Tempo noch ein wenig und man fühlt sich wirklich auf der linken Spur, von der er in seiner Ankündigung spricht. Ein Song, der nie wirklich vom Rhythmus abweicht und deshalb endlos weitergehen könnte.
Next Night Flight ist ein Aufruf, in die Nacht zu fliehen und die Freiheit zu genießen, die die Nacht bietet. Aber beeil dich, denn die Zeit drängt. Ein kleines Stück von etwa vier Minuten. Dieser Song wird gefolgt von leckerem Rock ’n’ Roll in Honey South. Ein Intro, das an den Stil von Chuck Berry erinnert, um dann in ein typisches Rock ’n’ Roll-Muster überzugehen. Dadurch wird der Song etwas vorhersehbar, obwohl Vera versucht, ihm am Ende des Refrains eine eigene Note zu geben, indem er ein anderes Muster folgt, das man bei dem Song nicht sofort erwartet.
Das Album endet schließlich relativ ruhig mit Bo-utiful. Ob dies den Übergang zur zweiten Platte begleiten soll, ist mir nicht ganz klar, denn das wirkt eher wie eine Country-Ballade als ein Uptempo-Song. Alles in allem ist das eine recht nette Platte geworden.
Von manchen Künstlern wirst du glücklich, sogar sehr glücklich. Weil sie etwas verkörpern, das man heutzutage nicht mehr so oft findet. Besonders unter niederländischen Künstlern. Danny Vera ist so ein Künstler, der dich sowohl glücklich als auch hoffnungsvoll macht.
Quelle: Jan Liebregts, NPO und Wikipedia.
Foto: Mickisoke - Eigenwerk, CC BY-SA 4.0 und Paul Luberti - wikiportret.nl
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