Die Geschichte von Boston begann um 1969, als Donald Thomas ‚Tom‘ Scholz Mitglied einer Band wurde, die von Barry Goudreau (Gitarre) gegründet wurde und aus Brad Delp (Gesang) und Jim Masdea (Schlagzeug) bestand. Diese Band, bekannt unter dem Namen ‚Mother's Milk‘, obwohl es keinen offiziellen Namen gab, bildete den Anfang von Boston.
Das Debütalbum Boston aus dem Jahr 1976 ist sofort ein Hit: ‚More Than A Feeling‘. Scholz nahm die meisten Tracks selbst mit seiner eigenen Ausrüstung auf. Auch die folgenden Alben, Don't Look Back (an dem die Band zwei Jahre arbeitete) und Third Stage (1986), sind hauptsächlich das Produkt von Scholz.
Scholz erlebte während und nach der Produktion der Alben viel Druck und verbrachte Zeit vor Gericht. Sein Label Epic behauptete Vertragsbruch wegen der extrem langen Zeit, die Scholz für die Veröffentlichung der Alben benötigte. In den 90er Jahren veröffentlicht Scholz, nun allein, noch Werke, aber ohne großen Erfolg. Als Erfinder macht er mehr Fortschritte. Später kommt Boston noch einmal für eine Tour zusammen, aber Delp stirbt 2007 durch Suizid. An seinem T-Shirt hatte er einen Zettel befestigt mit dem Text ‚I am a lonely soul‘.
Am 22. März 2017 starb Sib Hashian auf einem Kreuzfahrtschiff. Er sollte im Rahmen der Legends of Rock Cruise auftreten. Hashian wurde 67 Jahre alt.
Top 2000
In der 24. Ausgabe der Top 2000 (wir leben jetzt im Jahr 2022) ist Boston mit zwei Platzierungen vertreten:
Sunday Morning Classic
Unter all den großen Rocknamen der 70er Jahre dürfen wir Boston nicht vergessen! Am 26. März 2023 lagen sie mit ihrem Debütalbum Boston aus dem Jahr 1976 auf dem Plattenteller als Sunday Morning Classic.
Im Januar 1977 wurde More Than A Feeling in den Niederlanden ein Hit und erreichte die Top 20. Ich war 12 Jahre alt (und meine Frau wurde in diesem Jahr geboren). Meine Ohren standen auf Disco und waren noch nicht bereit für härtere Musikstile. Rückblickend entdeckte ich bald Boston und viele weitere Namen. In den Magazinen wurde die einzigartige, warme Sound und die immense Produktionstechnik des Albums hoch gelobt. Super melodisch und doch diese Wand aus Klang. Tom Scholz, der das alles jahrelang in seinem Keller gebastelt hatte; man fand es sehr besonders. Mancher erfahrene Tontechniker muss erstaunt gewesen sein, diesen brillanten Neuling zu hören, ein Raumschiff, das mit Warp 7 ankommt.
Tom Scholz hat eine wunderschöne Stimme, mit der er kräftig ausholen kann, die aber auch ihren Weg in die mehr als guten Balladen findet.
Schwache Songs kennt das Album nicht, Gesangs- und Gitarrenmelodien sind mehr als schön, die Variation groß. Hier und da spannend, wie bei Foreplay mit einigen progressiven Rockeinflüssen, ebenso wie manche Passagen in Smokin’. Wunderschön bleibt das subtile Intro von Something About You, über das bald dieser großartige Gitarrensound schwappt. Das und viel, viel mehr – es gibt immens viel zu genießen.
Das Album wird als eines der besten in der Rockgeschichte gelobt und ist im Buch 1001 Albums You Must Hear Before You Die verzeichnet.
Auf Spotify kannst du unsere Liste mit Sunday Morning Classics anhören: Spotify Sunday Morning Classics
Quelle: NPO, Wikipedia und Auszüge aus verschiedenen Seiten Foto: Public Domain und Michael Borkson
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