Obwohl Bonnie Raitt bereits seit 1971 eine hochgeschätzte Künstlerin auf den Bühnen ist und von Kritikern gut aufgenommene Alben und Singles veröffentlicht, dauert es bis 1989, bis sie mit Nick of Time den echten Erfolg schmecken darf. Ihr Start ist vielversprechend. Sie debütiert in der Folkszene von Boston und spielt bald mit Blueslegenden wie Howlin' Wolf und Sippie Wallace mit. Das bringt ihr einen Vertrag bei Warner Bros. ein.
Spirale
In den fast zwanzig Jahren danach erscheinen neun Alben von ihr, darunter Give It Up (1972), Taking My Time (1973) und Streetlights (1974). 1977 hat sie einen bescheidenen Radiohit mit der Del Shannon-Coverversion ‚Runaway‘. Raitt profilierte sich danach als Umweltaktivistin und spielte auf vielen Benefizkonzerten, unter anderem protestierend gegen Kernenergie. Nach dem Album Green Lights (1982) wird sie entgegen aller Erwartungen von Warner Bros. fallen gelassen. Raitt verliert sich immer mehr in Alkohol und Drogen und ihre Karriere gerät in eine Abwärtsspirale. Eine vielversprechende Zusammenarbeit mit Prince bringt nichts ein. Das Material wird nicht veröffentlicht.
Comeback
Die Zusammenarbeit mit Produzent Don Was bedeutet jedoch die Wende. Das Album Nick of Time wird 1989 ein unerwarteter Erfolg und bringt ihr neben hohen Verkaufszahlen auch die höchstmöglichen Auszeichnungen ein: vier Grammys, darunter Album des Jahres. Der ebenfalls von Don Was produzierte Nachfolger Luck of the Draw (1991) bringt ihr denselben Erfolg. Später erscheinen noch die Alben Longing in Their Hearts (1994), Fundamental (1998), Silver Lining (2002) und Souls Alike (2005).
Top 2000
In der 23. Ausgabe der Top 2000 ist Bonnie nur mit einer Platzierung vertreten:
Sunday Morning Classics
Am 24. Juli 2022 war Bonnie an der Reihe, auf unserer Bühne der Sunday Morning Classic zu stehen. Wir haben ihr Album ‚Nick of Time‘ aus dem Jahr 1989 ausgewählt. In der Liste von Rolling Stone steht dieses Album auf Platz 192.
Nachdem sie von ihrem vorherigen Label fallen gelassen wurde, rächte sich Bonnie mit diesem multiplatinprämierten Grammy-Gewinner, angeführt von einer feurigen Version von John Hiatts ‚Thing Called Love‘ und dem brillanten Titelsong. Eine Studie über eine Midlife-Crisis aus der Perspektive einer Frau. Produzent Don Was half ihr, die Songs zu schärfen, ohne etwas von ihrem Slide-Gitarren-Feuer zu opfern. Und wie Raitt selbst sagte, war ihr 10. Versuch ‚mein erstes nüchternes Album‘.
Quelle: NPO und Rolling Stone Foto: Alan Light, CC BY 2.0 und John Edwards
Nachfolgend einige Alben von Bonnie Raitt. Suchst du ein bestimmtes Album? Lass es uns wissen.
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