Blondie wurde 1974 in New York gegründet, wo die Gruppe ihre Einflüsse im berühmten Punkrock-Club CBGBs sammelte. Die Band sollte ursprünglich Angel & the Snakes heißen, doch letztlich fiel die Wahl auf Blondie, nachdem Sängerin Debbie Harry diesen Namen während eines Spaziergangs durch die Houston Street zugerufen bekam. Andy Warhol entwarf das Aussehen von Harry, blondiert und nur in einem weißen T-Shirt und Unterwäsche gekleidet. Das erste Album, Blondie, griff stark das Punk-Ethos auf. Die Musik erinnerte an Mädchenbands der sechziger Jahre, eine Art weibliche Version der Ramones.
Im Februar 1978 feierten sie in Europa mit dem zweiten Album Plastic Letters ihren Durchbruch, auf dem sich der im Stil von Buddy Holly gehaltene Song Denis befand (ursprünglich vom Sechzigerjahre-Duo Randy and the Rainbows alias Vinni Careller und Mike Zero, mit ihrer weiblichen Version „Denise“ aus 1963), der in den Niederlanden drei Wochen lang auf Platz eins stand. Der Erfolg setzte sich mit Presence dear fort. Auf dem dritten Album Parallel Lines standen ihre größten Hits Picture this, Hanging on the telephone und das discoartige Heart of glass. Es folgte das Album Eat to the Beat (1979) mit den Hits Dreaming und Atomic. Dieses Album wurde vom erneut von Mike Chapman produzierten Autoamerican abgelöst, mit der Reggae-Coverversion The tide is high (ursprünglich von The Paragons), die Platz vier in der niederländischen Hitliste erreichte. 1980 wurde der Song Call me zur Musik des Films American Gigolo. Blondie machte auch den ersten weißen Rap-Hit, Rapture.
Die Gruppe zerbrach Ende 1982, mit bitteren Rechtsstreitigkeiten um Tantiemen zur Folge. Debbie Harry und ihr Lebenspartner Chris Stein waren die ganze Zeit der Motor hinter der Band, und die anderen Bandmitglieder fühlten sich von ihnen finanziell benachteiligt. Ab 1982 sorgte die lebensbedrohliche Krankheit Pemphigus vulgaris dafür, dass Stein nicht mehr musikalisch aktiv sein konnte, und Harry gab ihre Solokarriere auf, um zwei Jahre lang für Stein zu sorgen. Schließlich erholte er sich ausreichend, um seine musikalische Karriere wieder aufzunehmen.
2006 wurde Blondie in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Ende 2006 veröffentlichte Deborah Harry in Zusammenarbeit mit Moby eine neue Single: „New York, New York“, die Platz zwei in den World Dance Charts erreichte. 2007 folgte eine Europatournee und Harry brachte das Album Necessary evil heraus. 2010 erschien ein neues Blondie-Album namens Panic of girls. Das Cover gestaltete der niederländische Künstler Chris Berens. Ende 2017 veröffentlichte die Band das Album Pollinator. Die Produktion erreichte Platz 4 im Vereinigten Königreich, und die Single „Long Time“ wurde in verschiedenen europäischen Ländern ein Hit. Auch in den USA erzielte das Album große Erfolge.
Quelle: Wikipedia Foto: Public Domain
Am 26. Januar 2020 lag das Album Parallel Lines bei uns unter der Nadel während der Sunday Morning Classics.
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